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Nächstes Mal lieber Ba-Wü

ba-wue1  So, ich versuche ja immer positiv zu bleiben. Und wenn das nicht geht, wenigstens einen Grund zu finden, darüber zu lachen. Ist manchmal ein bisschen schwierig.

Gestern zum Beispiel hatte ich uns ein kleines Bonbon gönnen wollen, einen kleinen Luxus, Seele baumeln und so. Und während wir uns auf einspurigen Bergstraßen durch Nebel, Wolken und Regen kämpften, hatte ich diesen kleinen Lichtblick im Hinterkopf: egal wie scheußlich das Wetter am Sun-Moon-Lake ist, wir können uns zur Not in die Sauna oder ins Schwimmbad verziehen, mit Blick auf den See und das siehe oben Wetter. Kleine Massage dazu, gefolgt von einer schönen Tea-Time. Wir lassen uns doch nicht von so einem bisschen Wetter davon abhalten, unseren Tag zu genießen.

Kleiner Tipp: Wenn ihr so was plant, denkt eher an Ba-Wü, den Schwarzwald, als an Taiwan.

ba-wue4Das Hotel lag wunderschön, direkt am See. Die Bewohner der Zimmer im dritten Stock, mit Balkon zum See, wurden sogar explizit aufgefordert, die Freuden des Angelns von ihrem Balkon aus zu versuchen.

Unser Zimmer war fürs Angeln ein Stockwerk zu hoch, dafür mit einer großen Glasfront zum See, zwei Sessel davor, Logenplätze sozusagen. Das Bett im Erker war auch klasse, groß und weich und kuschelig. Und das war’s dann leider mit positiv. Im – ebenfalls großen und edel ausgestatteten – Bad musste man sich trotz riesiger Wanne fürs Duschen entscheiden, da die Wanne kein warmes Wasser bekam.

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Das Chef-Menü am Abend

Die Sauna war getrennt nach Geschlechtern, gut, das kann ich akzeptieren, das Schwimmbad lag im Ess- und Barbereich. D.h. deine sportlichen Bemühungen dienten der Unterhaltung der anderen Gäste. Massage war auch nicht. Blieb nur noch der Tee. Die erste Tasse habe ich zurückgehen lassen. Monsieur hat dann die Chefin kommen lassen und die nächste Tasse war wenigstens trinkbar.

Und heute morgen stand ich am Frühstücksbuffet, etwas unentschlossen, da mich keine der chinesischen Spezialitäten so richtig anmachte, als ein englischer Rentner neben mich trat und seufzte: „Makes you miss home, dear, doesn‘t it?“

Wie gesagt, nächstes Mal lieber Ba-Wü.

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