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Römpömpömpöm…

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Smörrebröd ist so ziemlich das Erste, was wir in Kopenhagen haben oder machen wollen. Nach dem üblichen, wie den Weg vom Flughafen zum Hotel und vom Hotel in die Stadt zu finden. Wir steigen am Norreport aus und stehen kurz danach vor dem Runden Turm. Tycho Brahe als Physiker und Astronom, das liegt bei uns sozusagen in der Familie, dass wir den kennen. Was nicht heißt, dass ich alles gut finden muss. Die Tür zum eigenen Arbeitszimmer schmal zumauern zu lassen, nur damit die übergewichtige Frau einen nicht stören kann, finde ich dann schon etwas grenzwertig. Da hätte es doch sicher andere Ansätze gegeben. „Liebling, wir müssen mal reden.“ Wie auch immer, wir steigen den Runden Turm (noch) nicht hoch, denn wir sind ja auf der Suche nach „… römpömpömpöm…“. Aber wie das so ist, wir finden nur chinesisch, italienisch, Fast Food oder Cafés auf der großen Fußgängerzone. Bis wir in eine Seitenstraße abbiegen, etwas zögerlich, denn sie ist zur Hälfte abgesperrt und schwere Bagger und Bulldozer bewegen sich hinter den Gittern. So sehen wir den Eingang zur „Lille Apotek“ fast nicht, der zum einen weit unter dem heutigen Straßenniveau liegt und zum anderen so niedrig ist, dass wir uns fast zusammenfalten müssen. Drinnen ist es urgemütlich mit alten Stichen und ledergebundenen Schmökern in Wandregalen. Das Einzige, was irritiert, ist die Tatsache – wir haben einen Fensterplatz -, dass gelegentlich auf Augenhöhe ein Bulldozer oder eine Baggerschaufel vorbeikommt.

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Von der Kleinen Apotheke sind es nur noch wenige Schritte zum skandinavischen Design-Himmel Illum. Ein paar Meter weiter glaube ich endlich auf einem Springbrunnen Monsieurs Pinguine gefunden zu haben, aber der Name Storkespringvandet macht mich dann doch misstrauisch.

Durch ein paar zugige Straßen und über noch zugigere Brücken geht es Richtung Christiansborg. Warum vor einer Christiansborg ein Frederiks-Denkmal steht, gehört wohl zu Kopenhagens kleinen Geheimnissen. Der Herr König wirkt etwas zu übergewichtig für sein schlankes Reittier, dafür ist das Pferd wunderschön. Also, Pferde können sie, die Dänen.

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Das deutlich mitschwingenden Aber gilt den Drachen. Gleich ein Bündel gibt es auf dem Dach der Börse. Drachen mit Ohren! Mit Segelohren! Wer sich hat denn so etwas ausgedacht? Und dann sind die Segelohren-Drachen mit den Schwänzen zusammengedröselt. Das ist bestimmt keine artgerechte Haltung. Auch der nächste Drache wirkt nicht so richtig glücklich. Irgendwie hat er sich mit seiner Mahlzeit übernommen, jedenfalls ist der Stier auf dem Rathausplatzbrunnen tatkräftig dabei, den Drachen zu zerlegen. Vor den Augen der entsetzten Drachenbrut am Wasserbeckenrand. Wobei die Drachensprößlinge allesamt so aussehen, als hätte es Mama Drache mit der ehelichen Treue nicht so genau genommen und sich auf ein sicher interessantes genetisches Experiment eingelassen.

Auf der anderen Straßenseite lockt der Tivoli, aber das ist uns jetzt zu zu (spät, kalt, dunkel, anstrengend, sucht euch etwas aus). Deshalb nehmen wir die S-Bahn, die uns bis kurz vor unser Hotel bringt. Wir sind nur noch knapp dreißig Schritte vom Hotel entfernt, als der Regen anfängt. Zu spät! Ätsch!

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