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Getrennte Wege

So ist das manchmal in einer Beziehung. Der eine will, die andere eher nicht. Da muss man dann gemeinsam eine Lösung finden.

Die besteht darin, dass Monsieur, der trotz stürmischer Regenschauer die dreizehn Kilometer Rundwanderung zum Cabo Vilan und nach Camariñas durchziehen will, eben dies tut, während ich mich in die Bibliothek verziehe. Ein bisschen lesen, ein bisschen schreiben und ab und zu zum Fenster schauen, wenn der Regen besonders heftig dagegen prasselt.

Ich kann das mit gutem Gewissen genießen, weiß ich doch, dass ich Monsieur gleich mehrfach eine Freude bereite. Denn er kann erstens so zügig ausschreiten, wie er das will, ohne auf mich Rücksicht nehmen zu müssen und wird zweitens vom Gemosere seiner Frau bezüglich Sturm, Regen, Steigung und was mir sonst noch missfällt, verschont. Ab und an schickt er ein Foto zum Fortschritt der Wanderung, alle unter dem Motto „Vom Winde verweht“.

Die letzte Meldung kommt aus einem Restaurant in Camariñas, mit dem Nachsatz: Soll ich dir etwas mitbringen?

So lässt es sich gut wandern.


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